Künftig keine Kaninchenfelle und Angorawolle mehr bei HUGO BOSS

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Wenn das mal keine guten Nachrichten für Kaninchen sind: Im Nachhaltigkeitsbericht 2014 legt sich sich der Modehersteller HUGO BOSS fest, ab 2016 keine Angorawolle mehr zu verwenden. Auch die Rexkaninchen, Marderhunde und Füchse müssen künftig ihr Fellkleid nicht mehr für Modekollektionen hergeben. Grundsätzlich will der Konzern die Verwendung von Fellen in allen Bekleidungskollektionen reduzieren und stetig nach neuen, innovativen Materialien suchen, die eine alternative zum herkömmlichen Pelz darstellen.

Ein Großteil der heute in der Modeindustrie verwendeten Pelze und Felle stammt aus China. Richtige Tierschutzbestimmungen, Kontrollen oder Strafen bei Missachtung der gesetzlichen Bestimmungen sind dort nicht oder kaum vorhanden. Die Tiere werden dort unter schlimmsten Umständen gehalten, geprügelt und teilweise bei lebendigem Leibe gehäutet. Mittlerweile steigen glücklicherweise immer mehr Modehersteller aus dem Pelzgeschäft aus und setzen auf faux fur, also täuschend echt wirkenden Kunstpelz. Doch auch hier ist Vorsicht gefragt: Um eine auf Tierschutz immer mehr Wert legende Kundschaft nicht zu vergraulen, werden auch Kleidungsstücke mit Echtpelz als faux fur gekennzeichnet.

Die Vorreiterrolle von HUGO BOSS in allen Ehren, schöner wäre es natürlich wenn ab sofort und zu 100% auf Echtpelz oder Wolle mit fragwürdiger Herkunft verzichtet werden würde. Der Nachhaltigkeitsbericht schließt zwar die Verwendung von Marderhunden, Füchsen und Rexkaninchen als Pelzlieferanten aus, für andere Pelztiere gilt das Versprechen jedoch nicht. Auch die Verwendung von Merinowolle ist fragwürdig. Hier möchte HUGO BOSS zumindest bis 2020 sicherstellen, dass 90% der verwendeten Wolle von Herstellern stammt, die auf das Mulesing-Verfahren verzichten. Es bleibt also noch viel Luft nach oben.

 

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