Unsere 10 Saison-Lieblinge

Im Juni stehen uns reichlich frische Gemüse, knackige Salate, aromatische Kräuter, sowie leckere Beeren zur Verfügung. Eine bunte Vielfalt kommt nun endlich von den heimischen Feldern auf die Märkte und zu uns nach Hause. Bis in den Oktober hinein wird die Auswahl an frischem, regionalen Obst und Gemüse nun stetig weiter wachsen. Es wird womöglich vielen von uns leichter fallen sich in dieser Zeit größtenteils saisonal zu ernähren, auch wenn natürlich jede Jahreszeit ihre Schätze und eigene Vielfalt parat hält. Saisonale Gemüse und Früchte schmecken besser und belasten unsere Umwelt weniger, indem weite Transportwege wegfallen und übermäßiger Wasserverbrauch beim Anbau in trockenen Regionen der Erde entfällt. Hier sind 10 leckere Obst- und Gemüsesorten für euch, auf die ihr im Juni ohne Bedenken zurückgreifen könnt:

Erdbeeren: Sie gilt als Königin der Beeren und ist eine pure Verführungskünstlerin. Botanisch gesehen ist sie aber keine Beere, sondern zählt zu den Sammelnussfrüchten. Die Erdbeere hat kaum Kalorien (32 kcal pro 100g) und liefert uns mehr Vitamin C als Orangen oder Zitronen. Durch ihren hohen Gehalt an Ballaststoffen, ist sie förderlich für die Verdauung, ihr hoher Eisengehalt stärkt die Abwehrkräfte. In der Erdbeere stecken wertvolles Kalium und Zink, sowie nutzbringende Folsäure. Die in ihr enthaltenen Polyphenole schützen vor Krebs und beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

Brokkoli: Brokkoli zählt zur Gruppe der Kreuzblütler und enthält viele gesunde Inhaltsstoffe. Die in ihm vorkommenden Glucosinolate (Vorläufer der Senföle) gelten als gesundheitsfördernd und sollen unter anderem eine krebshemmende Wirkung aufweisen. Auch beinhaltet Brokkoli für ein Gemüse einen hohen Gehalt an Kalzium, das aus ihm eine wichtige Kalziumquelle für Veganer macht. In dem kalorienarmen Gemüse ist viel Vitamin C enthalten und zugleich ist Brokkoli reich an Ballaststoffen und Proteinen. Brokkoli kann ebenso wie Blumenkohl gerne roh oder nur leicht gedünstet verzehrt werden. Wenn die Röschen kurz in heißes Wasser getaucht werden, leuchten sie nicht nur wunderschön grün, sondern sind zudem leichter verdaulich.

Mangold: Bei Mangold unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Hauptsorten: dem Schnitt- oder Blattmangold und dem Stielmangold. Geschmacklich ähnelt Mangold dem Spinat; er schmeckt zwar intensiver und herber, kann aber dennoch außerhalb der Saison in Rezepten durch Spinat ersetzt werden. Mangold zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Mineralstoffen aus (vor allem Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium) und beinhaltet reichlich Vitamin A und C. Allerdings hat das Gemüse einen relativ hohen Nitratgehalt und beinhaltet Oxalsäure. Wer zu Nierensteinen neigt, sollte beim Genuss von Mangold demnach vorsichtig sein.

Zucchini: Wunderbar wandlungsfähig kommt die kleine Kürbisart daher und nimmt so einen Lieblingsplatz in vielen Küchen ein. Zucchini bestehen zwar zu einem großen Teil aus Wasser, sind jedoch reich an Kohlenhydraten, Proteinen, Ballaststoffen, Natrium, Kalium und Kalzium. Außerdem enthält Zucchini Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A, das der Körper zum Beispiel für das Sehen benötigt. Zuchini wirken sich äußerst positiv auf die Darmschleimhäute aus, die für ein starkes Immunsystem sorgen. Das Fleisch der Zucchini ist leicht verdaulich und äußerst bekömmlich. Zucchini lässt sich daher ohne Einschränkung roh verzehren – aktuell am liebsten in Form von Zoodles (Zucchini-Spaghetti).

Heidelbeeren: Aufgrund ihrer anti-oxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften gelten Blaubeeren als Superfoods. Ihre enthaltenden Vitamine C und E machen schön und stärken das Immunsystem. Heidelbeeren sind reich an wertvollen Fruchtsäuren und beinhalten Mineralstoffe wie Magnesium und Eisen. Dezent süß und saftig im Geschmack, enthalten Heidelbeeren relativ viele Ballaststoffe, was sich positiv auf die Verdauung auswirkt. Besonders wilde Heidelbeeren, die ausgesprochen reich an Gerbstoffen sind erzielen heilende Wirkung. Sie wirken gegen Durchfall, hemmen die Vermehrung von Bakterien und beschleunigen die Heilung von Schleimhautentzündungen.

Minze: Ihr erfrischendes Aroma macht die Minze vor allem im Sommer beliebt. Gerade die mentholhaltigen Sorten haben einen kühlenden Effekt. Minze wirkt zudem krampflösend, schmerzlindernd sowie entzündungshemmend. Sie schmeckt als Tee, egal ob warm oder kalt, verfeinert Obstsalate oder  grüne Smoothies. Gerade in der indischen oder arabischen Küche werden Gemüse gerne mit frischem Minzkraut kombiniert. Was nach Urlaub und Sommer schmeckt, kann im Sommer nur zu den Lieblingen zählen.

Kopfsalat: Mit den steigenden Temperaturen steigt bei vielen erst der richtige Appetit auf grüne Salate. Kopfsalat wird zwar auch im Winter angeboten, allerdings werden bei jenen Exemplaren aus dem Treibhaus sehr häufig hohe Nitratwerte gefunden. Jetzt in der Freiluftsaison, kann hingegen gerne häufig zugegriffen werden. Da er kaum Bitterstoffe enthält, schmeckt er sehr mild. Auch seine zarte Konsistenz macht ihn bei vielen beliebt. Im Kopfsalat stecken Folsäure, Vitamin A und Vitamin C. Letztere stecken aber vor allem in den dunkler gefärbten Außenblättern. Außerdem versorgt uns Salat mit reichlich sekundären Pflanzenstoffen, was sich in mehrfacher Hinsicht positiv auf unsere Gesundheit auswirkt.

Möhren: Ab Mitte Mai können die ersten Bundmöhren geerntet werden, die bis in den Oktober erhältlich sind. Möhren ohne Grünzeug sind hingegen fast das ganze Jahr über erhältlich. Die Möhre ist vor allem für den sekundären Pflanzenstoff Beta-Carotin bekannt, und ist damit eine gute pflanzliche Quelle für Vitamin A. Der hohe Gehalt an Carotinoiden verleiht der Möhre auch ihre leuchtend orangene Farbe. Zudem tragen diese durch ihre anti-oxidative Wirkung zum Schutz der Zellen vor freien Radikalen bei und stärken das Immunsystem.

Kirschen: Die kleinen leckeren Früchte enthalten jede Menge wertvolle Nährstoffe. Kalium, Phosphor, Eisen, Vitamine, Folsäure und Betacarotin sind in Kirschen enthalten. Kirschen gelten als ideale Naturmedizin, werden als vorbeugend gegen Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs empfohlen. Sie wirken entzündungshemmend, schützen das Bindegewebe und regulieren die Verdauung. Das beliebte Steinobst lindert rheumatische Gelenkerkrangungen oder auch Gicht. Der Genuss von Kirschen steht zudem exemplarisch für die Sommerzeit und weckt häufig Kindheitserinnerungen, allein das sorgt häufig schon für gute Laune.

Kohlrabi: Das Kohlgemüse verfügt über jede Menge Vitamin C und sorgt so für ein starkes Immunsystem und einen gesunden Hormonspiegel. Zudem ist er reich an bestimmten B-Vitaminen und dem essentiellen Spurenelement Selen. Der kleine Kohl enthält Eisen, Mangan und Magnesium. Somit hilft er  Stress abzubauen und die Stimmung zu verbessern. Die besten Knollen gibt es bevor der Kohlrabi der Hitze des Sommers ausgesetzt ist, da dieser sehr wasserreich ist. Unbedingt sollten auch die Blätter verwendet werden, diese enthalten besonders viele Vitamine und Mineralstoffe.

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