Obst und Gemüse richtig lagern – 12 Tipps für längere Frische

Jeder liebt eine große Auswahl an frischem Obst und Gemüse. Wenn Du es richtig aufbewahrst, hast Du länger Freude daran.

Obst und Gemüse können durch eine falsche Lagerung schnell verderben. Vor allem im Sommer freuen wir uns über das großzügige, frische Angebot von den heimischen Feldern. Vielleicht kaufen wir aus versehen zu viel ein oder aber wir sind bei dem guten Wetter spontan vermehrt unterwegs, es gibt viele Gründe warum Obst und Gemüse nicht immer direkt zubereitet oder verzehrt werden können. Um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren ebenso wie den Vitaminverlust von Obst und Gemüse, lohnt es sich darüber Gedanken zu machen, wie man die frischen Nahrungsmittel am besten bis zum Verzehr aufbewahren kann. Was kann oder muss kühl gelagert werden, was mag es lieber dunkel und trocken, und wie bereite ich Obst oder Gemüse vor, um es überhaupt sinnvoll zu lagern? Die heimische Klimazone einer Obst- oder Gemüsesorte gibt den ersten entscheidende Hinweis zur optimalen Lagerung. So sind Südfrüchte und südländisches Gemüse keine niedrigen Temperaturen gewohnt und können im Kühlschrank einen Kälteschock erleiden. Man sollte auch darauf achten, welche Sorten sich vertragen und welche lieber nicht zusammen aufbewahrt werden – Stichwort Ethylen. Auch lohnt es sich häufig Gemüse und Obst vor der Lagerung umzupacken oder in feuchte Tücher einzuwickeln. Hier sind ein paar konkrete Tipps für die geläufigsten Obst- und Gemüsesorten:

1. Äpfel: Äpfel geben Ethylen ab und sollten daher separat aufbewahrt werden. Ethylen ist ein Gas, das anderes Obst und Gemüse schneller welken lässt. Am besten halten sich Äpfel wenn sie kühl und feucht gelagert werden. Im Kühlschrank kann man sie einige Zeit aufbewahren. Soll Obst schneller nachreifen, kann man es zusammen mit einem Apfel z.B. in Papier wickeln.

2. Salat: Salate sind an einem kühlen und dunklen Ort am besten aufgehoben. Das Gemüsefach im Kühlschrank ist für Salate die erste Wahl. Wer auf Kunststoffverpackungen und Folie verzichten mag, kann den Salat am besten in einem feuchten Tuch aufbewahren. Auf jeden Fall sollte der Salat gut verpackt den Weg in den Kühlschrank antreten, denn der Kühlprozess sorgt für Feuchtigkeitsentzug. Lose Sorten wie Rucola oder Feldsalat können vor der Lagerung gewaschen, geputzt und trocken geschleudert werden. Danach ebenso in ein angefeuchtetes Küchenhandtuch einwickeln und ins Gemüsefach legen. Ansonsten gilt: Salat am besten unmittelbar vor dem Verzehr waschen und dann erst zerkleinern.

3. Tomaten: Reife Tomaten verströmen auch Ethylen und sollten daher alleine aufbewahrt werden. Der Kühlschrank ist nicht unbedingt der ideale Ort für Tomaten, denn lagern sie zu kühl werden sie schneller weich. Auch verlieren sie bei zu kalter Lagerung ihr Aroma. Wer jetzt Tomaten im Kühlschrank aufbewahrt, keine Sorge: Wenn die Tomaten einige Stunden vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank geholt werden, entfalten sie ihr volles Aroma.

4. Zucchini: Zucchini mögen es kühl und schattig, allerdings werden sie ebenso wie Tomaten weich, wenn man sie im zu kalten Kühlschrank aufbewahrt. Zucchini sollten weit weg von Ethylen ausströmenden Sorten gelagert werden, da sie schnell weich und fleckig werden.

5. Beeren: Fast alle Beerensorten sind empfindlich, wenn es um Lagerung und Haltbarkeit geht. Daher gilt – je frischer, desto besser. Auf jeden Fall sollten Beeren nur kurz im Kühlschrank gelagert werden, und dies im ungewaschenen Zustand. Einzig Heidelbeeren sind etwas robuster und halten es im Kühlschrank etwas länger aus. Erdbeeren verlieren im Kühlschrank übrigens auch schnell an Aroma.

6. Bundgemüse mit Grün:  Die Gemüse halten sich länger, wenn man das Grün nach dem Einkauf abschneidet. Allerdings sollte man dies wirklich erst zuhause machen, denn aus dem Grünzeug lassen sich leckere Sachen zubereiten. Suppen, Pestos oder grüne Smoothies lassen sich z.B. aus Radieschen-, Möhren- oder Kohlrabiblättern zubereiten. Gemüse und Grün getrennt voneinander in verschließbaren Behältnissen im Kühlschrank aufbewahren.

7. Mango: Mangos und weitere exotische Früchte wie Bananen, Papaya und Ananas sollten nicht zu kalt gelagert werden, da sie sonst braun werden oder wässrig glasige Stellen bekommen. Auch verlieren Südfrüchte schnell an Geschmack, wenn sie im Kühlschrank aufbewahrt werden. Eine reife Mango sollte zeitnah verzehrt werden, da sie sonst schnell anfängt zu gären.

8. Gurke: Im Kühlschrank kann es für die Gurke schnell zu kalt werden. Sie wird dann weich. Im Gemüsefach, etwa bei 10 Grad, sieht es schon besser für die Gurke aus. Falls unbedingt nötig, kann die Haltbarkeit einer angeschnittenen Gurke auch mit dem Einsatz von Frischhaltefolie verlängert werden.

9. Pilze: Pilze aus dem Supermarkt werden häufig in Plastikschälchen verkauft, die mit Folie umwickelt sind. Bevor die Pilze ihren Weg in den Kühlschrank finden, sollten sie unbedingt umgefüllt werden. Pilze sollten in einem offenen Körbchen gelagert werden. Pilze die zum Transport in Papiertüten gefüllt wurden, können in diesen direkt in den Kühlschrank wandern und so gelagert werden. Nicht nur aus Umweltgründen lohnt es lose Ware zu kaufen. Abgepackte Pilze lassen sich nicht gut auf Frische testen, da Geruch und Farbe nur bei loser Ware überprüfbar sind.

10. Avocados: Unreife Avocados schlägt man in Zeitungspapier ein und lässt sie bei Zimmertemperatur nachreifen. Das funktioniert gut, da sie besonders viel Ethylen absondern. Eine reife Avocado kann noch ein paar Tage im Kühlschrank zwischengelagert werden. Der Reifeprozess wird durch die Kühlung unterbrochen und verlängert die Haltbarkeit der Frucht. Um keine überreife Avocado zu kaufen, lohnt es sich zu den harten Früchten zu greifen und lässt sie zu hause nachreifen. Man muss sich dann zwar auf den Genuss gedulden, allerdings verhindert man so auch böse Überraschungen in Form von schwarzem Fruchtfleisch, wenn die Avocado aufgeschnitten wird.

11. Zwiebeln/ Kartoffeln: Kartoffeln, Zwiebeln, aber auch Knoblauch  lassen sich am besten trocken, kühl, luftig und dunkel aufbewahren. Wer nicht über einen kalten Keller verfügt, kann über die Anschaffung von speziellen Säcken oder Tontöpfen nachdenken. Bei zu hohen Temperaturen und bei Licht fangen Kartoffeln schnell an zu keimen. Auch Zwiebeln sollten verbraucht werden ehe sie auskeimen oder weich werden. Falls es zu warm ist, können Kartoffeln kurz im Gemüsefach des Kühlschranks verstaut werden. Allerdings verwandelt sich die Stärke der Kartoffel in Zucker um, falls sie zu lange kalten Temperaturen ausgesetzt ist. Dies wirkt sich dann negativ auf den Geschmack der Kartoffel aus.

12. Steinobst: Steinobst lässt sich am besten, in einer Papiertüte gewickelt, im Kühlschrank aufbewahren. Man sollte darauf achten, dass die Früchte trocken sind und sie zur Not vor der Lagerung mit einem Handtuch trocken reiben. So kühl wie möglich halten sie sich dann gut bis zu einer Woche.

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